Liebe und Leidenschaft

copyright by Konni Br.




Traumfenster


Und wieder stehe ich am Fenster
sehe mein Spiegelbild
meine Gedanken wandern weit hinaus
Sehnsucht in meinem Blick
meine Lippen berühren sanft das kalte Glas
verschwommen die Sicht

und dann sehe ich dich vor mir
du schönster Traum meines Lebens
erfühle verlangend deinen warmen Körper
spüre deine fordernden Hände auf meiner Haut
lasse mich fallen in unsere geheimnisvolle Ekstase
möchte nie mehr erwachen

und wieder klart sich die kalte Scheibe
sehe erschrocken mein Spiegelbild
und wünsche mich in deine Arme




Gen Süden


Kalt ist mir geworden
mich fröstelt in meinem Pelz
du bist so weit weg
und doch greifbar nah

möchte mit dir abheben
gen Süden entfliehen
in andere Dimensionen gleiten

werden wir ihn finden
den Weg der Sonne entgegen
uns durchströmen lassen
von unendlicher Energie

es ist gar nicht weit
lässt du mich glauben
der Süden ist hier

sieh mich an, meine Blüte
und dein Frösteln wird enden

kaum erheb ich meinen Blick
durchbricht mich ein Schauer
fühle endlose Wärme
mein Körper erbebt
möchte nie mehr fort

zu schön dieses Träumen
möchte nie erwachen
will tausend Lichterbogen sehen

geh nicht schon fort
meine geliebte Sonne
noch fern ist der Abend
und mich fürchtet vor Frost
in der Einsamkeit der Nacht




Erlösung


Was
hast du nur mit mir gemacht

wie ein Vulkan zum Bersten bereit
ist mein ganzer Körper
wie eine Gewitterwolke
von tausend Blitzen durchzuckt
wie die aufgewühlte See
vor der Überschwemmung

Sehnen
nach Erlösung




Berührungen


Jetzt und hier
wünsche ich mir deine Nähe
wünsche mir Berührungen
möchte mit dir
bis in die Tiefen der Ozeane
hinab bis zur Glut der Vulkane
und hoch in die Lüfte
wo uns Schwerelosigkeit umhüllt

komm her
lass uns so einander schenken
die Endlosigkeit auskosten
bis die Nachtigall uns weckt
die letzten Sonnenstrahlen uns wärmen
und die Ufer übertreten




Liebe ist...


eintauchen
in ein Meer von Gefühlen
einander begegnen
ohne Einengung
ohne Besitzanspruch

Geben und Nehmen
leben
Gleichklang der Seelen
empfinden
einander mit allen Sinnen
genießen









Erneut verloren


Und wieder durchschleicht es
jede Faser meines Seins
frisst sich durch meinen Magen
lässt jede Nervenzelle vibrieren

schweißgebadet erwache ich aus Träumen
die meine Phantasien widerspiegeln
nur mit feuchten Handflächen
überstehe ich die Alltagsroutine

umsonst suche ich
nach Entspannung
flüchte mich in ekstatische Tänze
umarme mich selbst

war es nicht gestern noch da
das Gefühl, geheilt zu sein
von der Sehn-Sucht
in erstickender Einsamkeit

wo sind sie geblieben
all die guten Vorsätze
mein überzeugtes Suchen
nach Erfüllung in mir selbst

bin ich erneut verloren




Die ersten Sekunden


Entscheiden wirklich alles
die ersten Sekunden
der erste Blickkontakt
die erste Reaktion

kannst du dich wirklich
öffnen
Entwicklung
zulassen
Toleranz
leben
dich auf Kennenlernen
einlassen

warum nur
sind Frauen
anders gestrickt
als Männer

und was
ist
eigentlich
Liebe




Wie beim allerersten Mal


Aufgeregt
fliege ich dir entgegen
wie ein junger Vogel
der nach seinem ersten Ausflug
ins Nest zurückkehrt

mein Herz pocht
wie beim allerersten Mal
und mein Magen erzählt mir
eine Geschichte von einem Ausnahmezustand
die ich ihm kaum glauben will

ob das wohl
immer so bleibt

ob es dir
ähnlich ergeht




Gewonnen und verloren


Gewonnen
habe ich
Freiheit

verloren
habe ich
Zweisamkeit

frei atmen
kann ich

zu frei




Wärme


Du
bist für mich
der Anker meines Lebens
der mir Halt bietet
in stürmischen Zeiten
die Nisthöhle im Wald
in der ich Geborgenheit und Wärme erlebe
das frische Quellwasser
das meinen Wurzeln Tiefe
und ewige Erfrischung schenkt




Schmerzgrenze


Wie ein Tiger im Käfig
laufe ich hin und her
abwartend
was weiter passiert
neu gefangen
von Unruhe und Ungeduld

habe ich vergessen
wo meine Schmerzgrenze beginnt

warum nur platzt du
plötzlich wieder in mein Leben
das randgefüllt ist
mit Höhen und Tiefen

bin ich buchbar
für einen Zwischenstop

lässt sich wiederholen
fortsetzen
was einmal alle Sehnsucht
gestillt hat




Tausendmal


Tausendfaches Glitzern
bedeckt die Wellenkronen des Sees

doch der Glanz in deinen Augen
berührt meine Seele
wenn du mich liebevoll anblickst
und zärtlich deinen Arm um mich legst
unendliche Weite
begleitet meine Gedanken
zurück zu dir

tausend Gedanken
durchqueren täglich mein Leben

doch wenn meine Gedanken
dich umkreisen
gewinne ich Leichtigkeit
und ein Prickeln
durchströmt meinen Körper

tausendmal
wurde ich schon berührt

doch keiner hat mich
so erkannt und durchdrungen
wie du
der du achtsam
meine ganze Tiefe erfasst

tausend Wege lang
war ich auf der Suche

nach Glück und Geborgenheit
nach Zufriedenheit und Liebe
doch der Weg zu dir
hat mein Suchen beendet
und die Sehnsucht
treibt mich immer wieder
zurück in deine Arme

tausendfach
möchte ich dich beschenken

weil es mir guttut
dich glücklich zu sehen
doch wenn ich mich
in dir fallen lasse
kann ich tausendfach annehmen
weil du für mich
Geborgenheit bedeutest




La bella flor


Zuerst zart erblüht
bis zur vollen Entfaltung
groß, schön, bunt
unendlich sinnlich

sie wird begehrt, geliebt
wird dadurch noch schöner
anziehend wie ein Magnet
kaum noch zu ertragen

sie wird liebkost
unendlich
alles verliert
Raum und Zeit

doch plötzlich wird die Schöne
abgeknickt
einfach so
achtlos, rücksichtslos, lieblos

leise fängt sie an zu weinen
zu leiden, zu verzweifeln
schon verliert sie Farbe
Feuchtigkeit, Schönheit, Stolz

doch schau genau hin
daneben entsteht eine neue Knospe
zart noch, zerbrechlich
aber unendlich schön




Du musst fort


Und wieder
musst du fort
und bleibst doch hier in mir
musst zurück in deine Welt
die bald auch meine sein darf

und wieder
zähle ich die Stunden
spüre den Kloß in meiner Kehle
fühle Ströme der Sehnsucht
die meine Augen durchwandern

und wieder
ebnen sich neu unsere Wege
fliehen müssen alle Stolpersteine
bald wird uns nichts mehr trennen
vereint in einem zeitlosen Paradies

und wieder
wirst du zurückkehren zu mir
um unsere Wartezeit zu überbrücken
und mit mir den Regenbogen berühren
auf dem Heimflug in unser neues Nest




Kreislauf


Zart - erfühlend
vielleicht schüchtern noch

Blicke suchend, erahnend
erkennendes Leuchten

Hören erweckt lauschend
Stimmung erleben

Reden mitteilend sich öffnen
die eigene Insel verlassen

verletzlich sich fallen lassend
danken bescheiden annehmen

sich gerne gebend
beglückt den Kreislauf fließen lassen




Weiße Taube


Raum und Zeit rauscht an mir vorbei
lasse einen Teil von mir zurück
entführe einen von dir
in meine Welt

Augenblicke der Leidenschaft
im Heute gelebt
ein bisschen Sehnsucht gestillt
ein bisschen Wehmut im Gepäck

immer größer die Distanz
immer schwerer die Seele
benetzt meine Augen
undeutlich unser Schicksal

wollte nie mehr leiden
und tue es doch wieder
wollte einfach nur genießen
verloren in Untiefen

vielleicht wars zu schön
vielleicht kein Morgen für uns
schick dir eine weiße Taube
und warte auf ihre Wiederkehr




Wunder


Wie ein Wunder
unsere Begegnung
von Anfang an
unendlich diese Tiefen
in die wir eintauchen

lange erträumt
was wir jetzt genießen

genug gelitten
es ist vorbei

gemeinsam fliegen
dem Regenbogen entlang

nie mehr Sehnsucht
im Wir geborgen

keine Worte mehr
für unser Empfinden

nicht fassbar
wie sehr wir uns gleichen

Lachen und Weinen
Stärke und Schwächen
liebend ausgleichen
achtsam Seite an Seite
in ein wundervolles Sein




Carpe diem


Du kehrst in deine Welt zurück
Erinnerungen im Gepäck
an den Genuss des Augenblicks

Carpe diem, sagst du,
und hoffst auf Gnade
zur Rückkehr ins gewohnte Nest

doch lass dich nicht täuschen
zu deutlich spricht deine Seele
vom Wunsch nach Ausbruch

du hättest sonst nicht gesucht
nach Leidenschaft im Risiko

frag deine Seele
auf der Suche nach dir
und werte nicht ab
was wir zutiefst geteilt




Heiße Winde


Wenn der Wind bläst
übers Land
trägt er meine Gedanken
in deine Mitte
erzählt von wahrer Liebe
und ewigem Glück
bläst heiße Sehnsucht
auf deine Haut
nimmt die Farbigkeit des Himmels
hin zu dir
singen die Vögel
das Lied unseres Paradieses
spiegeln unsere Liebeswasser
göttlichen Horizont




Feuer-Zungen


Wenn deine Worte
meine Gedanken berühren
ist es

wie der Wind
der zärtlich die Gräser umspielt
wie Wellen
die ungebrochen die Seele überschwemmen
wie Sonnenstrahlen
die erwärmend jede Pore durchdringen
wie Hände
die sanft jede Unebenheit erforschen
wie Feuer-Zungen
die sich ausbreitend um keinen Einlass bitten




Geborgenheit


In deinen Armen liegen
deine Zärtlichkeiten genießen
deinen Körper liebkosen
Wärme und Haut spüren
nichts erwarten
nur beglückt empfangen
und intuitiv beschenken

tiefe Zuneigung und Geborgenheit leben




Abgrundtiefe Liebe


Liebe
welch ein Klang liegt in diesem Wort
verbunden mit zahllosen Gedanken und Gefühlen
viel zu oft missbraucht und missverstanden
von Analytikern in Fakten zerlegt
von Kritikern ungläubig hinterfragt

Liebe
wie lange haben wir sie gesucht und ins Leere gefasst
wieviel haben wir gegeben in ihrem Namen
wurden mit Füßen getreten
wie tief haben wir sie ersehnt aus dem Abgrund unserer Stürze
wurden doch wieder neu enttäuscht

Liebe
welch ein wundersamer Klang für uns Beide von Anfang an
unsere Gefühle zueinander suchen verzaubert nach neuen Worten
finden oft keine Sprache mehr
ahnen endlich, was unsere Tiefe längst erfasst
dürfen einfach leben, was alle Sehnsucht stillt

grenzenlos im Niemandsland




Morgengrauen


In die Endlosigkeit der Nacht
dringt das Heulen der Wölfe

du schleichst dich herein
in meine wärmende Höhle
randgefüllt mit Schätzen
für frostige Tage

gerne schenke ich dir was du lange entbehrt
nehme dankbar an
was du mir bereitest

Augenblicke der Nacht
im Jenseits gelebt
erquicken die Seele
zum Weiterziehen bereit

schon graut der Morgen
du hechtest davon
nicht einen Blick zurück
verschlungen vom Alltagsgestrüpp

auch mich ziehts hinaus
sammle neu meine Schätze
und warte auf den
der meinen Weg gern teilt




Pforte des Paradieses


Du
mein letzter Gedanke
bevor mich die Traumfee entführt
und ich den Regenbogen
mit dir berühre

du
der mich in meinen Träumen
an der Hand hält
und wir die Pforte
des Paradieses durchschreiten

du
in dessen Armen
ich des Nachts erwache
und wir schweißgebadet
in allen Tiefen verschmelzen

du
mein erster Gedanke
bevor mich des Morgens meine Welt einholt
und mich die Sehnsucht
nach deiner Nähe erneut erfasst

du
der meinen Alltag erhellt
und mir Leichtigkeit schenkt
der meine Gedanken teilt
und unsere Seelen sich im Niemandsland begegnen

du
mit dem ich des Abends
an unendlichen Ufern liege
und wir die Sternschnuppen sammeln
mit denen die Nacht unsere Körper bedeckt

du




Reichtum


Lieber arm
an Gütern dieser Welt
aber reich
durch dich und unsere Liebe

lieber in einer kleinen Hütte
mit dir frei atmen können
als in einem Palast
ersticken zu müssen

lieber mit dir
steinalt werden
als ohne dich
leblos hier gewesen zu sein




Sehn-Sucht


Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit
Verlangen nach Zärtlichkeit und Wärme
Begehren nach Verschmelzung und Sichfallenlassen

wie eine Sturmflut
als ich Dich sah

noch spüre ich Deine Wärme in mir
Deine Hände gleiten über meinen Körper
keine Wölbung entgeht Deinen Lippen
kann ich je genug davon bekommen

möchte in Dir ertrinken
jeden Zentimeter kosten
will Dich aufbäumen sehn
höre unsere Töne aus der Ferne

unendliches Fühlen
entrückt ins Jenseits




Vertane Chance


Freudig-erregte Erwartung
jeder Klingelton durchbricht meine Mauer aus Ablenkung

lange warst du für mich verschüttet
aus dem Nichts tauchst du wieder ein in mein Leben

ein kurzes Glück in unsagbarer Tiefe
Erinnerungen, die mich heute noch quälen

der Traum vom Schatz
nie zu Ende gelebt

zwischen uns schiebt sich die vertane Chance

leise pocht meine Melodie des Herzens
was, wenn du sie wieder zerstörst

verlockend flackert das Feuer in uns
verwandte Seelen, suchend nach Erfüllung und Geborgenheit

werden wir Brandwunden lecken
oder unseren Schatz erneut begraben?




Weit weg


Warum nur musst du wieder so weit weg
wie lange kann ich das ertragen
ich brauche dich doch hier

möchte zärtlich streichelnd in deinen Armen liegen
dem frühen Morgenlied der Amsel lauschen
um noch einmal in dir zu ertrinken

möchte dir lustvolle Seufzer entlocken
in deinem Werben zerfließen
um gemeinsame Tiefen zu erfühlen

möchte auf den Schwingen des Adlers dahingleiten
bis unsere Körper wieder verschmelzen im Tiegel unserer Lust
und unsere Seelen das Lied der ewigen Liebe singen




Zärtlich verwöhnen


In deinen Armen auftanken
durch deine Berührungen heil werden
unermüdlich deinen Körper liebkosen
geborgen an deinem Herzen ruhen
leidenschaftlich deine Lust wecken
verzaubert deinen Liebesworten lauschen
hypnotisiert deinen Blicken nachgeben
hingebungsvoll dich zärtlich verwöhnen
ekstatisch mit dir verschmelzen




Gedanken einer Fee


Ich möchte
die Wolke sein
auf der du dich bettest
der Stern
nach dem du greifst
der Diamant
der dich bezaubert
die süße Fee
die dich in alle Tiefen entführt
die Meereswoge
die dich kühlend umspült
der ausbrechende Vulkan
der dich erhitzt
das Auge der Weisheit
in dem du dich erkennst
der feuchte Schoß der Erde
der deine ganze Schönheit gebiert




Wieder zu Hause


Ein grauer Tag
mitten im Januar
nebelverhangen der Horizont
kahl und nackt die Bäume
frostbedeckt der Boden

vorbeieilende Landschaft
auf dem Weg zu dir
ausgekühlt die Heizung
wohltuend der Kaffee
bei Klängen von Beethoven

sehne mich nach dir
deinem wärmenden Körper
zärtlich-lockend deine Hände
verführerisch-liebevoll deine Blicke
endlich wieder zu Hause




Traumfee für Kinder


Schlaf ein
geliebtes Kind

noch einmal Streicheln
Wärme, Nähe spüren

schließ die Augen
mein Kind

noch einmal zurückdenken
an die Erlebnisse des Tages

lass dich ruhig in den Schlaf fallen
wie ein Kind

bald erwartet dich die Traumfee
am goldenen Tor

schlaf gelöst und tief
mein Schatz

schon morgen wartet ein neuer Tag
mit neuen Abenteuern, mit Lachen und Weinen

guten morgen
mein liebes Kind

noch einmal Streicheln, Wärme, Nähe spüren
bevor der Tag seinen Lauf nimmt




Patchouli


Mit weichen Knien
finde ich mich nebenan wieder
versuche höchst zweifelhaft
unser Liebesfest kulinarisch zu ergänzen

wie aus weiter Ferne
dringen gregorianische Klänge an mein Ohr
untermalen siegessicher
unsere ansteigende Lust

mit dem Duft von Patchouli
erschleichst du dir meine Nähe
treibst mich nahtlos
in schwindelnde Höhen

unterbrochen vom Genuss
unseres erstaunlich gelungenen Mahls
entfliehen wir in fahlem Schein
endgültig allen Wirklichkeiten


Hypnotisiert


In aller Tiefe umschlungen
liegen wir beieinander

du wärmst mich
wie so oft

hauchst mir
noch aus dem Schlaf heraus
innigste Liebesworte

eingetaucht
in unsere Urgeborgenheit



heimlich genieße ich
dein seliges Einschlafen

immer noch
aufgewühlt
von ekstatischem Verwöhnen

hypnotisiert
von deinen fordernden Blicken

unter denen ich
gerne machtlos
mit dir verschmelze


Erleuchtet


In deinen Augen
ertrunken
in tiefe Krater
gefallen
in heißen Strömen
verbrannt
in ewige Höhen
hinaufgehoben
von Regenbogenfarben
erleuchtet

am Ende des Horizonts
Hand in Hand


Glutsee


Magisch
ziehst du mich an
wie
der Schein dieser Kerze
in deren Lichtfarbigkeit
all meine Nichtigkeiten
verblassen

Gebannt
von deinen geschmeidigen Bewegungen
wie
Formen der Flamme
in deren lautlosem Wiegen
ich mich endgültig
fortreißen lasse

Verhext
von der Wärme deines Glutsees
wie
dieses wachsverzehrende Feuer
in dessen Nimmersattigkeit
ich mich wieder und wieder
verbrenne


Leises Liebesgeständnis


Es ist alles so leer geworden
ohne Dich
suche Luft zum Atmen
hab sie verloren
möchte laut schreien
finde keine Töne
will mit den Möwen fliegen
sie lassen mich zurück
flüchte im Alltagstrott
nichts will gelingen
fühle meine Schwere
besiegt vom Salz der Tränen
alles nutzlos geworden
möchte aus meiner Haut

Bitte halte mich fest
brauch Dich so sehr
schick mich nie mehr fort
bin sonst verloren
will nie mehr verletzen
es tut mir so weh
wollte einfach nur lieben
zum falschen Moment
ein Wort schlägt das andere
wie unfair der Sinn
hab mich selbst geschlagen
durchbohrt Deine Seele

Bitte nimm mich wieder an
hab nur mich zu schenken
ist nicht viel drin
jede Menge Müll untergemischt
doch mein Herz ist zum Bersten
randgefüllt mit Liebe für Dich
klopfe zaghaft an Deine Türe
voller Hoffnung auf morgen
schwör Dir leise meine Liebe
denn laut wag ichs nicht mehr


Flüchtiger Zauber


Er war
ein Zauberer
in dessen Armen
ich schwerelos tanzte
an dessen Seite
ich für Augenblicke vergaß
unter dessen Hände
ich mich aufbäumend verlor
an dessen Herz
ich niemals Rechte besaß


Blutjung


Sie
war blutjung
und unerfahren
hatte Sehnsucht
nach Liebe
von der sie
nichts verstand



Alles
war ihr verboten
was Neugierde
befriedigt hätte
der Fruststau zu groß
um nicht irgendwann
dammlos zu brechen



Ewige Liebe


Wenn das letzte Glas
zur Neige geht
möchte ich liebestrunken
in deinen Armen versinken
deine fordernden Hände
über meinen Körper gleiten spüren
bis unsere Liebeswasser
uns an andere Ufer spülen


wenn das letzte Licht
seinen Schein verliert
möchte ich im Funkeln
deiner Seelenaugen erblinden
durch deinen heißen Atem
meine Haut verbrennen lassen
bis meine edelste Knospe
in voller Blüte steht


wenn der letzte Atemzug
seine Kraft verliert
möchte ich an deiner Hand
hinübergleiten in ein anderes Sein
in dem es keine Trennung
und keine Tränen gibt
weil unsere göttliche Liebe
Ewigkeit geworden ist



Ernüchternde Sucht


Sie ist süchtig
nach dir
deinen Händen
die sie erlösen


kann nicht
ohne dich
alles erscheint
so sinnlos


will dich
in ihrer Nähe
hat ja sonst
niemanden




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Zuletzt geändert am 14.08.09
© by ghost-land
Koralle 2009